Eytan Reif

Mag. Eytan Reif B.A. (46) wurde in Israel einem Österreicher und einer Deutschen geboren. Der studierte Betriebswirt und Kunstgeschichtler lebt mit seiner Lebensgefährtin und zwei Kindern (10 und 6) im Waldviertel, wo er nach einer 15jährigen Karriere in der Finanzwelt seit zwei Jahren ein Weingut sowie eine Gastronomie betreibt.

Seit Jahren beschäftige ich mich mit einem der größten Schönheitsfehler der Demokratie in Österreich, nämlich der Verfilzung von Staat  und Religion. Die Folgen dieser verfassungsrechtlich bedenklichen Verbindung von „Thron und Altar“ reichen von der systematischen Diskriminierung der Konfessionsfreie in Österreich – immerhin ein Fünftel der Bevölkerung – über eine vollkommen fehlgeleitete „Integration mittels Religion“ bis hin zu einem entwürdigenden Verbot der Sterbehilfe am Lebensende. Wenn der Staat eine bestimmte Weltanschauung bevorzugt und somit bestimmte Personen diskriminiert, stellt er nicht nur das Grundrecht auf Weltanschauungsfreiheit, sondern das gesamte demokratische Gefüge infrage.

Ob aus Überzeugung, aus billigem politischen Kalkül oder infolge erfolgreicher Lobbyarbeit hat sich bisher jedoch keine einzige Parlamentspartei klar und nachhaltig für eine grundlegende Trennung von Staat und Religion ausgesprochen. Mit der Liste Pilz dürfte aber erstmals eine politische Kraft entstanden sein, die, infolge ihrer Unabhängigkeit und der Unabhängigkeit ihrer Kandidaten, für einen neuen Stil im Parlament steht. Und mehr Fairness und Sachpolitik könnte Österreich durchaus vertragen.

Ziele

  • Stopp der direkten Religionsfinanzierung ohne Gegenleistung, Einführung eines Ethikunterrichtes für ALLE und Entfernung religiöser Symbole aus Einrichtungen der Republik.
  • Legalisierung der Sterbehilfe, Streichung des Straftatbestandes „Schwangerschaftsabbruch“ (bis zum 3. Schwangerschaftsmonat) aus dem Strafgesetzbuch.
  • Verbesserung der Chancengleichheit beim sozialen Aufstieg bei gleichzeitiger Förderung der Eigenverantwortung.
  • Beseitigung der Unvereinbarkeit von Tätigkeiten in der Politik, Versachlichung und Verrechtlichung der Verwaltung, Verschärfung des Straftatbestandes „Amtsmissbrauch“.