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Doro Blancke

Ich bin Doro Blancke, Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Geboren wurde ich 1961 in Linz. Seit Jahren lebe ich als Keramik-Künstlerin in der Steiermark, zuletzt in Graz.

Mich politisch zu engagieren, war nie einer meiner Pläne, doch manchmal kommt alles anders als man denkt.

Zutiefst betroffen von der Ankunft der Flüchtlinge an der Grenze in Spielfeld im Jahr 2015, darunter viele Mütter und Kinder, die oft auch alleine unterwegs waren, arbeite ich seitdem mit und für Refugees. In dieser Zeit habe ich über Spendengelder und gemeinsam mit Unterstützer*innen und großartigen Ehrenamtlichen aus der Südsteiermark und Graz Flüchtlingsunterkünfte betreut, Sprachkurse organisiert, Begegnungsprojekte initiiert, Kindergarten- und Schulplätze gefunden, Universitätszugänge und Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen, aber auch Menschen bei Arztbesuchen und in Asylverfahren begleitet sowie für eine Vernetzung der Neuankömmlinge mit Österreicher*innen gesorgt. Aus dieser einzigartigen Erfahrung an der Basis und über alle politischen und institutionellen Grenzen hinweg, kenne ich die Herausforderungen für eine erfolgreiche Integration wie nur wenige in diesem Bereich. 

Unzählige, erfolgreiche Integrationsgeschichten, die von Politiker*innen ignoriert werden, das Bewusstsein, dass es viele Österreicher*innen gibt, die sich nach einer friedlichen, menschlich vertretbaren Lösung sehnen und die Überzeugung, das Richtige zu tun, sind die Basis für meine Entscheidung, politisch aktiv zu sein. 

Die treibende Kraft dahinter ist mein Wunsch, Österreich zu einem Vorbild für nachhaltige und humanistische Politik zu machen und Lösungen für ein friedliches Zusammenleben mitzugestalten. Dieses ist akut durch das halbherzige Integrationsprogramm der jetzigen Regierung und das bewusste Gegeneinander-Ausspielen und Manipulieren der unterschiedlichen sozialen Gruppen gefährdet. 

In dieser Frage ist Peter Pilz meinem Gefühl nach ein Garant für nachhaltige und seriöse Politik. „Keine narrischenSchwammerl, endlich ein richtiger Pilz“. Dieser Aussage meiner Freunde aus der Obersteiermark schließe ich mich an. Peter Pilz bringt die Erfahrung und die Klarheit eines Querdenkers ohne Scheuklappen mit. 

Als 2015 viele, vom Krieg und Verlust der Heimat gezeichnete, Menschen unser Land erreichten, waren die Empathie und die praktische Hilfestellung seitens der Bürger*innen enorm. Tausende übernahmen in einem Akt der spontanen Hilfsbereitschaft unzählige, dringend notwendige Aufgaben, die eigentlich der Staat hätte übernehmen müssen. Massive Regierungsfehler von damals werden jetzt auf dem Rücken der Menschen auf der Flucht ausgetragen. Gerade in den  Jahren danach habe ich aber hautnah erlebt, wie entscheidend gut durchdachte, zukunftsweisende Konzepte, Spracherwerb und die Verpflichtungen und Förderung der Fähigkeiten des einzelnen Flüchtlings für gute Integration und ein friedliches Miteinander sind. 

Die Liste Pilz sehe ich als eine große Chance, die dringende Debatte über Integration und Asyl auf eine neue, pragmatische Ebene zu stellen. Dies sind wir nicht nur den Ankommenden, sondern auch den Österreicher*innen schuldig. In der Politik zu arbeiten heißt für mich auch immer, das Wohl aller Bewohner*innen unseres Landes im Auge zu behalten. Jetzt sehe ich eine neue, große Möglichkeit für nachhaltige Lösungen zu arbeiten, die Europa und Österreich dringend benötigen. In diesem Sinne dient die derzeitige Situation in erster Linie als Chance, die wir sowohl wirtschaftlich als auch sozial nützen können. Und sie dient uns dazu, die politische Arbeit so zu gestalten, dass auch unsere Kinder unsere demokratischen Werte erkennen und lernen, dass sowohl die Würde als auch die Menschenrechte ein fixer Bestandteil der politischen Arbeit sein müssen. Nur so werden wir nachhaltigen Wohlstand und sozialen Frieden für alle Bewohner*innen unseres Landes erreichen. 

Ziele 

  • nachhaltige Integrationskonzepte, erstellt von Expert*innen, die auch im praktischen und ethnosozialen Bereich Erfahrungen vorweisen können. Punkteplan zur Unterstützung der Integrationskonzepte, im Bereich Schule und Bildung.
  • Zugang zu Ausbildungen und zum Arbeitsmarkt (Mangellehrberufe), d.h. auch Offenheit gegenüber den wirtschaftlichen Chancen, die Migration Europa und Österreich bietet;
  • effiziente Arbeitsgruppen von Experten, um in den Herkunftsländern der Schutzsuchenden nachhaltige Hilfestellung und Verbesserungen vor Ort zu erzielen. Österreich und die Europäische Union müssen sich intensiv mit den Herkunftsstaaten auseinander setzen, um die Projekte zielführend umzusetzen.